Gedanken

Gedanken

80.000 Gedanken pro Tag

Viele unserer Gedanken sind unbewusst und/oder negativ

In vielen wissenschaftlichen Studien wurde bereits belegt, dass Menschen durchschnittlich ca. 60.000 – 80.000 Gedanken pro Tag denken. Die meisten dieser Gedanken sind unbewusst oder sogar negativ. Und die meisten der negativen Gedanken denken wir tagtäglich. Sie wiederholen sich Tag für Tag.

Die Anzahl der Gedanken setzen sich ungefähr so zusammen:

ca. 60-70% flüchtige, unbewusste, oberflächliche und nebensächliche Gedanken

ca. 25-27% negative, destruktive Gedanken

ca. 3-5% positive, aufbauende, gute Gedanken

Wir denken ca. 80.000 Gedanken am Tag – die meisten davon sind tatsächlich unbewusst oder sogar negativ. Alle diese Gedanken aber beeinflussen unsere Stimmung, also unsere Grundschwingung, die wir aussenden. Das, was wir aussenden, ziehen wir an, nicht in einem magischen Sinne, sondern in dem wir uns auf das fokussieren, was wir an Schwingung in uns tragen. Ist diese negativ, fokussieren wir uns auf Negatives und haben es gefühlt viel stärker um uns. Und es ist tatsächlich so, dass, wenn wir negativ sind, wir auch negative Menschen anziehen, weil sich gleich und gleich wirklich gerne gesellt. Und dann sollten wir uns die Frage stellen, ob wir uns gerne mit negativen Menschen umgeben möchten. Nach einer Studie sind wir die Essenz der 5 Menschen, die uns am nächsten stehen und mit denen wir uns am meisten umgeben. Unsere Schwingung ist das, was wir sind – und meist sind wir eben das, was wir an Gedanken in uns haben. Marc Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, sagte einmal, dass im Laufe des Lebens die Seele die Farben der Gedanken annimmt. Was wir beachten, das wächst. Und die Mischung aus negativen und unwichtigen, weil nebensächlichen, Gedanken konstruiert die Schwingung, die wir aussenden. Dadurch wirken wir oft zerstreut oder negativ, selten innerlich ruhig, präsent, offen und mitfühlend.

Wenn wir unbewusst sind, senden wir die Schwingung aus, die zum überwiegenden Teil aus negativen und flüchtigen Gedanken besteht. Das erschreckt einen, wenn man es zum ersten Mal liest. Und es sich bewusst macht. Aber in der Bewusstheit liegt bereits die Lösung, wie wir unbewusste und negative Gedanken vermeiden können.

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ Marc Aurelius

Es gibt viele Impulse, um negative und flüchtige Gedanken zu vermeiden. Das Wichtigste ist, bewusst zu leben. Und das beginnt bei dem, was wir konsumieren: 

Wir können, um bewusster zu werden, den Fernseher, das Radio oder das Handy öfter ausschalten. Und mit Nachrichten-Fasten, Kommentar-Fasten, Handy-Fasten, Social-Media-Fasten beginnen. Nachrichten bestehen zu 99% aus negativen Schlagzeilen und Inhalten. Kommentare sind oft Hetzkommentare, negativ verfasst oder von Trollen geschrieben. Indem wir uns das nicht anhören oder lesen (oder nur einmal am Tag) verhindern wir, dass viel Negatives in unser Unterbewusstsein eintaucht. Die Nachrichten gehen deshalb in unser Unterbewusstsein, weil wir die Nachrichten selten bewusst hören und/oder erinnern. Durch Stille und das Lesen guter Worte und Impulse wird unsere Stimmung und damit unsere Schwingung besser, und wir fühlen uns wohler.

Wir können uns auch ganz bewusst gegen negative Einflüsse von außen schützen. Wenn wir Menschen begegnen, die es nicht gut mit uns meinen. Oder an Tagen, an denen wir besonders verletzlich sind. Wir können uns schützen, indem wir sog. „mentale Schutzschilder“ hochfahren (Bspw. eine Litfass-Säule um uns herum imaginieren mit Spiegeln nach außen, damit das Negative draußen bleibt und nicht in uns hinein kommt).

Wenn wir im Hier und Jetzt leben, das, was Achtsamkeit meint (dazu gibt es einen eigenen Artikel), können wir viele unserer Gedanken an Gestern und Morgen loslassen. Wir können einfach nur diesen einen Moment wahrnehmen. Und keinen Gedanken an die Vergangenheit und das, was wir darin evtl. bereuen oder scheinbar falsch gemacht haben, verschwenden. Oder nur dann, wenn es uns hilft, aus vergangenen Situationen zu lernen und uns zu entwickeln. Und auch keinen Gedanken an unsere Zukunft und die Ängste oder Sorgen davor auftauchen lassen. Wenn wir im Hier und Jetzt sind, dann können wir unsere unbewussten und/oder negativen Gedanken reduzieren, weil sich die meisten Gedanken um die Vergangenheit oder Zukunft drehen. Ganz selten denken wir an das Hier und Jetzt. Würden wir es tun, würden wir bemerken, dass alles gut ist, so wie es jetzt ist. Im Jetzt liegt ein tiefer Seelenfrieden verborgen. Wir spüren mehr und mehr innere Ruhe, einen tiefen inneren Frieden. Und das strahlen wir aus.

Es wird uns nicht immer gelingen, und dennoch bleibt es wichtig, dass wir immer bewusster werden. Wenn wir uns öfter fragen, was wir gerade denken, können wir unsere Gedanken direkt stoppen, wenn sie negativ werden. Ein lautes „Stopp“ kann dabei helfen.

Oder wir sehen uns diese Gedanken ganz bewusst an. Vielleicht möchte unsere Angst, unsere Sorge, unsere Wut, unser Neid, unsere Eifersucht bewusst angesehen und wahrgenommen werden. Dann können wir uns mit ihnen anfreunden. Aber wir dürfen sie nicht füttern. Sie wollen nur wahrgenommen werden. Dann gehen sie von alleine. Wenn wir sie verdrängen, kommen sie umso öfter und heftiger wieder zu uns zurück.

Beginnen wir in jedem Fall an, immer bewusster zu leben und bleiben wir nicht unbewusst, so spüren wir in kurzer Zeit, dass das etwas mit uns macht. Wir steuern oft auf Autopilot, der in unserem Unterbewusstsein ist und Glaubenssätze aus längst vergangener Vergangenheit beherbergt. Je bewusster wir sind, desto weniger entgehen uns negative oder unbewusste Gedanken. Und wir können uns wieder anders ausrichten. Unsere Ausrichtung ist etwas ganz Essentielles. Sie schenkt uns das, was wir brauchen.

Richte dich immer öfter aus. Auf das, was dir wichtig ist, Auf das, was zählt. Auf deine Werte. Auf den Frieden. Auf das Mitgefühl. Auf Verständnis. Auf Liebe.

Und etwas ganz Positives zum Schluss: Denke immer mal wieder an etwas Schönes. An einen schönen Augenblick in deinem Leben. An einen Menschen, den du liebst. An ein Erlebnis, das dich glücklich gemacht hat und macht. An die Natur. Das wird deine innere Ruhe verstärken und dein inneres Gefühl leichter machen. Halte es nicht fest. Genieße es für den Moment, in dem der Gedanke dich ganz erfüllt. Dann lass ihn los. Und denke im nächsten Moment wieder an etwas Schönes.

© Marion Schronen

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